Klein, süß, niedlich: Arnis

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Ein Besuch in der kleinsten Stadt in Deutschland

Unser Plan ist es an der Schlei entlang nach Schleswig zu segeln. Hier wird wohl kaum mit hohem Wellengang zu rechnen sein. 😉 Unser erster Anlaufhafen ist an Kappeln vorbei Arnis. Die 300 Einwohner von Arnis sind stolz darauf die kleinste Stadt Deutschlands zu sein. Kommt man über die normale Straße oder dsc02083mit der Seilfähre in Arnis an, so heißt einen schon das leuchtend gelbe Ortsschild mit dem Titel „Stadt Arnis“ willkommen. Als eine Bekannte hört, dass wir in Arnis sind, kommentiert sie das mit „Nahezu alle Adjektive passen nach Arnis: hübsch, niedlich, idyllisch, klein, verträumt, liebenswert, romantisch etc…“ Recht hat sie. Mindestens alle diese Worte habe ich bereits in dem Ort ..entschuldigung… in der Stadt verwendet und gehört, dass andere das auch getan haben.

 

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Seglerhafen Arnis

 

Noch ein Adjektiv, welches mir einfällt ist kreativ. Hier wird getöpfert, genäht, geschnitzt, gebastelt und gemalt. Gisela Schütte, dsc02082Tonkünstlerin, und Kai Wimmer, Holzkünstler,  nutzen Ihren Garten als Ausstellungsfläche Ihrer Kunstwerke unter dem Namen „Einzig-Artig“. Eine kleine Werkstatt gehört ebenfalls dazu. Wir konnten Frau Schütte ein wenig bei der Arbeit über die Schulter schauen. Ein Stier hatte es mir besonders angetan, aber ihre Handwerkskunst passte leider nicht in mein Dekobudget, auch wenn es sicher jeden Cent wert ist. Wer also Getöpfertes oder Geschnitztes von wirklicher Hand und mit Liebe gemacht, einzigartig in jeder Form sucht, der sollte unbedingt einmal hier vorbei schauen.

 

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Hühnchen in Arbeit
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Garten als Ausstellungsraum für Einzig-Artiges

 

dsc02118Durch die Mitte der Stadt verläuft die Hauptstraße : die Lange Straße. Warum groß grübeln, wenn ein Straßenname wie dieser doch so nahe liegt 😉 ? In einigen Fenstern hängen
Beschreibungen zum Haus bzw. was das Haus mal gewesen ist. Ein Rundweg ermöglicht es einmal um die Stadt zu gehen. Dabei kommt man an Restaurants, der Kirche, den sorgfältig gepflegten Gärten, Stegen zum Verweilen, Fischerbooten und weiteren Seglern vorbei. Arnis hat ganze 4 Restaurants und 1 Bäcker.dsc02085 In der „Schleiperle“ waren wir ein Eis und Waffeln essen. Einen Tisch für Abends gab es nicht mehr. Alles ausgebucht. Die Schleiperle ist ein Pfahlbau im auffälligen Schlumpfblau. Die Einrichtung ist kitschig-altbacksch-charmant. Die beiden Kellnerinnen waren super nett. Kleine Entdeckungen mit Humor und Augenzwinkern fanden wir bereits auf dem Weg zum Eingang. Ein kleines Bötchen als Liebesgondel mit Rosen lag im Wasser. Aus einem in plastikverpackten CD-Player, der unterm Steg versteckt war, erklang

Ich habe den kleinsten Anker bekommen
Ich habe den kleinsten Anker bekommen

 

Pavarotti. Dazu stand ein Bild von dem Opernsänger mit Blumen vor der Gondel. Für Hunde gab es eine Hundebar mit einer Auswahl von Schnäpsen. Ich glaube, hier in Arnis, werden auch gerne kleine Unwahrheiten erzählt, wie beispielsweise die Sache mit „Stadt oder nicht Stadt“, „Die Fähre fährt nur wenn sie lustig ist“ oder „Letzte Saison“ und im nächsten Jahr ist doch wieder auf. Beim Bäcker werden Penis-Makronen verkauft und einem weiß gemacht, es solle ein Anker darstellen. Als ich sagte: „Das sieht aber gar nicht aus wie ein Anker“ Lächelte die Verkäuferin nur und sagte „… es könnte auch ein Ahornblatt sein.“ Das ist wohl Arnisser Humor oder doch die Wahrheit… man weiß es nicht. Unterhaltsam und Besonders ist es sicherlich.

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Auf vielen Zäunen findet man kleine Figuren
Auf vielen Zäunen findet man kleine Figuren
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Hafenkunst à la Finja

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