Auf geht´s Ihr Strandpiraten! Nebel – Amrum

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Der Vorschlag vom Taxifahrer war, im Restaurant „Strandpirat“ essen zu gehen. Also lautete der Tagesplan, über die Wattseite nach Nebel zu laufen und dann von Nebel an den Strand, um dort nicht nur die Füße in den Sand zu stecken, sondern dort essen zu gehen.

Ganz schön weit weg das Wasser…. Ringelgans im Watt zwischen Steenodde und Nebel

Zu Fuß ging es morgens durchs Watt nach Nebel. Es werden auf der Insel auch Wattwanderungen angeboten. Die heutige wäre über die Nordspitze Amrums nach Föhr gewesen. Wir hatten etwas Sorge, dass die 2,5 Std und 8 km mit dem Kind zu lang wären. Ein wenig wehmütig entschieden wir uns also selbst ein wenig im Watt zu laufen. Wir sind natürlich in Ufernähe geblieben. Ohne erfahrenen Führer, darf man sich auf gar keinen Fall auf den Weg durch das weite Watt machen. Die Flut kann einen dann schneller erwischen, als es einem lieb ist. Außerdem wissen die Wattführer, durch welche Priele man waten kann und haben auch sonst einiges Interessantes zu erzählen. Eine Wattwanderung ist beim nächsten Nordseebesuch auf jeden Fall Pflicht für mich 🙂 Dann hilft mir sicherlich auch einer, falls ich beim Fotografieren wieder im Matsch stecken bleibe und mir die schönen, gelben Gummistiefel voll schwarzer Soße laufen und meine Schwester lieber das ganze mit ihrem Smartphone festhält, während mir hilflos vor lachen bereits die Tränen laufen. 😉 Mein Neffe ist auch einmal ausgerutscht und so trugen wir beide nun ein echtes Wattoutfit spazieren.

Watt bis zum Horizont
Riesenausterschale im Watt

Ich musste nun barfuss weiterlaufen und hatte mir meine schlammigen Gummistiefel an einen Seepocken besetzten Stock geschnürt und auf der Schulter weiter getragen. Mein Neffe tauschte Jeans gegen Regenhose. Leider gab es ansonsten in dem dunklen Sand nicht so viel zu sehen. Es gab nicht so viele bunte Muscheln oder Schnecken. Mit einem Wattführer hätte man sicherlich viel mehr entdecken können, was uns auf den ersten Blick verborgen blieb.

Auf dem Spielplatz an der Kirche und dem Tourismus Service machten wir eine Pause in der Sonne. Beim Fahrradverleih nebenan habe ich für 4,-€ einen Bollerwagen geliehen, damit wir es ein wenig leichter bis zum Strand hatten. Der Mann dort war so nett und hat mir erlaubt, meine Gummistiefel und meine Hose im Garten mit dem Gartenschlauch abzubrausen.

Eines der Friesenhäuser in Nebel
Weg zum Restaurant „Strandpirat“

Zu Fuß ging es dann weiter durch ein Stück Wald, Heide und Dünenlandschaft.  Am „Strandpiraten“ angekommen, hatten wir das Glück einen Platz im Strandkorb zu bekommen. Das Restaurant war gut besucht. Insulaner und Inselgäste kehren hier ein. Hier kann man in ungezwungener Atmosphäre gut Essen gehen oder auf dem Weg zum Strand einen Snack, wie Pommes, mitnehmen.

Was essen wir bloß?

Wir hatten Pannfisch mit Seelachs, Kabeljau mit Tomaten und Kartoffelstampf und Milchreis. Alle drei wurden wir immer ruhiger beim Essen. Es war sehr lecker und wir genossen die Sonnenstrahlen. Mein Neffe spielte nach dem Essen die ganze Zeit neben uns im Sand und mit anderen Kindern am Dünenrand. Das Personal ist sehr nett. Wir wurden von Niklas bedient, der sogar meiner Schwester zum Muttertag gratulierte.

Mein Neffe beschloss, dass wir nach dem Essen als Piraten den Strand kapern sollten. Wir gaben uns Piratennamen und zogen bewaffnet mit Schaufelchen und Eimerchen los. Mein Neffe war „Pirat scharfe Klinge“, meine Schwester „Matrose Unterhose“ und ich „Käpt´n Hinkebein“. Der Strand ist hier ebenfalls weitläufig. Es gibt ein WC und einen Eiskiosk mit Bücherecke und Sitzmöglichkeiten in der Nähe vom Wasser.

Scharfe Klinge wollte nun eine Burg bauen und Matrose Unterhose half dabei. Es dauerte nicht lange, da bekam Käpt`n Hinkebein bereits den Aufstand seiner Crew zu spüren, weil sie faul in der Sonne lag und nicht mit half. Ich nahm dann das Eimerchen und sammelte Verzierungen für die Burg. Hier gab es kaum Muscheln, nur ein paar Herzmuscheln. Dann sollte ein Wasserlauf gebaut werden, um den Graben um die Burg durch eine Welle mit Wasser füllen zu können. Zum Glück kam Paul zur Hilfe. So schnell finden Kinder neue Freunde. Eine Weile schaufelten die beiden noch, dann waren die Burg und die Piraten vergessen. Gemeinsam in die Wellen zu springen, war dann doch viel witziger 😉

Übrigens: Früher wurden auf Amrum die Häuser näher in Richtung Wattseite gebaut. Wenn Piraten über das Meer kamen, sahen sie nur Strand und Dünen. Häuser konnten sie nicht sehen und zogen weiter.

Gelagezeiten „Strandpirat“, Strunwai 44, 25946 Nebel:

11.00 – 20.00 Uhr durchgehend warme Küche

Wintermonate: Freitag – Sonntag Vor- und Nachsaison: (ab 21.02.17 -. Juni 2017) Dienstag – Sonntag Juni – August: täglich geöffnet

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