Das Beste kommt zum Schluss: Leuchtturm & Kniepsand – Wittdün – Amrum

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„Kleine Insel – große Freiheit“, so der Slogan der Insel. Wie wahr, kann ich da nur sagen. Das wurde uns besonders am letzten Tag noch einmal bewusst.

Blick vom Leuchtturm in Richtung Wittdün

Bevor die Fähre uns wieder ans Festland bringt, möchten wir unbedingt noch auf den Leuchtturm. Er ist eines der Wahrzeichen von Amrum. Wir fuhren zunächst mit dem Taxi zum Fähranleger in Wittdün, um unsere Sachen in Gepäckfächer einschließen zu lassen. Von daaus wollten wir mit dem Bus zum Leuchtturm. Da wir den einen Bus ganz knapp verpasst hatten, holten wir uns noch die Kinderwundertüte beim Tourismus-Service und schlenderten ein wenig die Einkaufsstraße entlang. Mit dem nächsten Bus fuhren wir dann zum Leuchtturm. Der Bus hielt sogar recht nahe davor.

Der Weg zum Leuchtturm ist schön angelegt und man kann tolle Bilder machen. Es handelt sich um einen klassischen rot-weiß-gestreiften, weit und schlank in die Höhe ragenden Leuchtturm. Er ist fast 42 m hoch und wurde auf einer Düne erbaut. Am 1. Januar 1875 wurde er das erste Mal in Betrieb genommen. Die ersten Jahrzehnte war der Leuchtturm übrigens dunkelrot und bekam erst 1952 seine zwei weißen Streifen.

Treppenaufgang im Leuchtturm

Wenn jemand Höhenangst hat und sich überhaupt gar nicht hinauf traut, der hat auch von unten einen schönen Blick über die Dünen. Den weiteren Ängstlichen, die aber trotzdem gerne auf den Leuchtturm möchten, dem sei schon einmal gesagt, dass es sich um einen Steintreppenaufstieg handelt mit Zwischenfenstern. Das bedeutet, dass man beim Aufstieg nicht weit durch Treppenstufen oder Geländern vorbei runter gucken muss. Fast oben angekommen, muss man nur noch eine Art Leiter hinaufsteigen.

Guck! Dahinten ist Steenodde!

Der Blick über Amrum ist natürlich großartig. Wir konnten nach Steenodde winken, wo unsere Ferienwohnung war. Ein paar Zelte der Naturisten sind zwischen den Dünen zu erkennen, aber keine Nackedeis. Die Sonne scheint uns entgegen. Zwischen blauem Himmel, blühendem Raps, weichen Dünen, Sand, Wald und ein paar kleinen Straßen, schauten wir nun über die halbe Insel hinweg.

Strandkorb auf der Terrasse im Café Pustekuchen

Nach dem aufregendem Rundumblick, fuhren wir mit dem Bus zurück nach Wittdün. Dort gingen wir im Café Pustekuchen frühstücken. Zugegeben, vor allen Dingen, weil uns der Name gefiel. Dann noch, weil wir im Strandkorb auf der Terrasse Platz nehmen konnten. Eine sehr freundliche, engagierte Dame bediente uns. Ich war kurz vorm verhungern und bestellte ein riesen Nordsee-Frühstück mit Lachs, Räucherfisch und Rührei mit Krabben. Es war großartig!!! So großartig, dass ich die Bedienung fragte, wo sie den Fisch herbekommen. Den gibt es gegenüber in der Fisch-Buttze zu kaufen. Also, gleich schon super Tipp Nr. 3 für heute. Der Tag ist toll!

Fisch-Butze

Auf einem Schild lasen wir, dass es ein Spielpiratenschiff um die Ecke am Strand gibt. Wir hatten eh die Fähre zu um 12 Uhr bereits verpasst, also konnten wir noch eine Weile am Strand Abschied von Amrum nehmen und dabei ein paar Sonnenstrahlen einfangen.

Promenade „Wandelbahn“ am Kniepsand

Als wir die „Wandelbahn“ mit Blick auf den Kniepsand betraten, trauten wir unseren Augen kaum. Der Kniepsand wurde mir bereits empfohlen. Zahlen untermauerten noch warum dieser Strand so besonders sein sollte: 1,5 km breit, 15 km lang und 10 qkm groß. Betritt man den Strand, der eigentlich eine Sandbank ist, glaubt man eher in einer Wüste zu sein. Der Kniepsand liegt etwas über dem Meeresspiegel und wird somit von der Flut nicht überschwemmt. Außer im Winter, dann kann es bei Sturmfluten schon einmal vorkommen, dass das Wasser näher kommt. Irgendwo habe ich ein Bild gesehen, wo Wellen gegen die Mauer der Wandelbahn schlagen.

Spielsandplatz „Piratenschiff“

Der Sand ist weiß, fein und endlos. Das Ende vom Strand war nicht zusehen. Die Leute die danach suchten, verschwanden am Horizont. Solche Dimension von Strand habe ich noch nie gesehen. Wie oft habe ich schon „die schönsten Strände Europas und der Welt“ gegoogled? Nie tauchte Amrums Kniepsand auf. Kaum zu glauben. Jetzt stand ich da und starrte auf diese Weite, auf der Wolken ihre Bahnen ziehen und Spaziergänger verschwanden. Das Ganze bei schönstem Sonnenschein. Unglaublich schön, dass ich dachte, dafür werde ich in meinem Beitrag keine Worte finden. Das muss man einfach selbst erlebt und gesehen haben.

Fußballplatz der besonderen Art 

Kleine Infos in Kürze:

Gepäckschließfach am Fährhafen 3,-€/Tag

Der Leuchtturm ist im Sommer von montags – freitags von 8.30 – 12.30 Uhr geöffnet. Eintritt 3,50€ mit Gästekarte.

Stück geräucherter Heilbutt aus der Fischbutze ca. 5,-€

Blick über den Kniepsand: unschlagbar und unbezahlbar

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