Lasst uns übers Wedder schnacken – Strand Grömitz und Großenbrode

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Das Lieblingsthema aller ist natürlich zur Zeit dieses November-April-Schmuddelwedder. Bevor es am Wochenende schön werden soll, hier schnell ein paar Vorzüge des Wind-Wolken-Mixes:

Der Wind fegt durch die Bretter

Heute war ich vormittags am Strand spazieren. Erst war ich in Grömitz am Yachthafen frühstücken und habe anschließend den Hund abgeholt und wir sind in Großenbrode die Promenade entlang gelaufen. Dabei ist mir aufgefallen, dass das Wetter gar nicht so schlecht ist, wie sein derzeitiger Ruf. Natürlich darf man in Anbetracht der Temperaturen nicht in den Kalender schauen, jedoch bringt dieses Wetter auch Gutes mit sich. Ich habe den Vormittag am Meer, auch mit Herbststimmung, sehr genossen. In Grömitz fliegen die Möwen in verschiedenen Formationen parallel zur Yachthafenmole und zum Strand so schön auf und ab. Der Wind, der sie trägt, riecht nach Muscheln, Salz und Heimat. Das Meer rauscht einem entgegen und grummelt dazu sein eigenes Lied. Nur die Leinen an den Masten der schaukelnden Segelboote klappern nervig-schön gegen die Wellen an. Es sind kaum Menschen unterwegs. Dadurch und durch die Umtriebigkeit des Windes, sieht der Strand wie unberührt aus. Die Zeichnungen im Sand hinterlassen keine Spuren von Mensch und Tier mehr. In Großenbrode sieht es aus, als wenn die Strandkörbe dies sogar für sich nutzen und am Strand tanzen würden. Amüsant, wie sie kreuz und quer da stehen, anstatt brav in einer Reihe zum Meer schauen. Eine sehr entspannende Umgebung. Hier kann man mal Luft holen, während der Sand einem ins Gesicht und der Wind einen durch die Haare weht.

Tanzende Strandkörbe in Großenbrode
In Reih und Glied in Grömitz

Weitere Vorteile sind, dass der Kuschelfriesennerz und Bommelmützen eine Saisonverlängerung erhalten haben. Friseur und Sonnencreme kann man sich sparen. Einen Parkplatz ganz nah am Strand hat man quasi für sich alleine. Außerdem braucht man kein schlechtes Gewissen haben, wenn man mehr Zeit damit verbringt, von Drinnen das Draußen zu beobachten. Ich habe dieses im Café Meerkieker in Großenbrode getan. Welch passender Name dazu. Von hieraus schaut man über eine Wiese und die Promenade auf die Ostsee.

Meerkieker Großenbrode
Innen

Im Meerkieker gibt es eine relativ große Terrasse, mit zur Zeit noch einsamen rot-weiß-gestreiften Strandkörben, die auf die Sonne und deren Anbeter am Wochenende warten. Die Inneneinrichtung ist ein Sammelsorium aus Andenken, diversen Bildern verschiedener Stile, Kunst- und echten Blumen, sowie weiterem Klimbim. Ich konnte mich nicht entscheiden, ob ich diese Wohnzimmeratmosphäre mochte oder nicht. Manchmal funktioniert dieser Stil einfach nicht. Habe es aber auch schon schlechter gesehen. Und ich mag nicht, wenn überall kleine Dinge hängen, die eigentlich gar nicht hineinpassen, um sie zum Verkauf anzubieten. Dann lieber einen Extrastand einrichten. Ich bin ganz glücklich, dass Rhababer auch hier wieder den Weg ins Kuchenbuffet gefunden hat. Mein Rhabarber-Baiser-Kuchen war lecker.

Die Kellnerin war freundlich, aber leider nicht so herzlich. Genauso war es auch beim Frühstück im Strandglück in Grömitz. Das war ein bisschen schade. Liegt wahrscheinlich doch am Wind der letzten Tage. Naja, Sonne soll ja nun bald kommen… der Raps leuchtet ihr bereits den Weg zu uns. Der weiß nämlich nur: Es ist Mai, wie jedes Jahr um diese Zeit. Der Rest vom Wetter scheint ihm egal zu sein.

Noch ist die Terrasse im Strandglück leer
Strandglück-Frühstück im Strandglück
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2 thoughts on “Lasst uns übers Wedder schnacken – Strand Grömitz und Großenbrode

  1. Wundervoll, ich „lausche“ deinen Berichten aus „meinem“ Ostholstein sehr gerne, heute hab ich gerade auf der FB-Seite von Dahme deinen Blog entdeckt. Seit >20 Jahren (naja, nicht immer und regelmäßig) mein Urlaubsziel … schon seit Kindertagen … zum Entschleunigen … und ich liebe die Ostsee, Kellenhusen ist mein Favorit. Bin schon sehr gespannt, was du über „mein“ Ostholstein noch so schreibst ♥

    1. Ja, ich liebe es auch sehr. Ich bin hier fest verwurzelt und es gibt immer wieder Neues zu entdecken oder gar nichts und selbst das ist schön 😉 Liebe Grüße!

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