Sonne, Wind und Wellen – Herbst in Heiligenhafen

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Bei so schönem Sonnenschein ließen wir es uns nicht nehmen einen Strandspaziergang zu machen: Erlebnis-Seebrücke von Heiligenhafen, Strandwandern in Richtung Graswarder und Einkehren in der Bretterbude. Kommt einfach mit!

Das Heiligenhafen sich neu erfunden hat und sich zu einem der hippsten Urlaubsorte der Schleswig-Holsteinischen Ostseeküste gemausert hat, habe ich schon öfter auf Social Media Kanälen oder in der lokalen Presse verfolgen können. Gesehen hatte ich bisher nur ein paar Anfänge und ein paar entfernte Baukräne. Ich war natürlich inzwischen neugierig genug, um mir selbst einmal ein Bild davon zu machen.

Unser Auto parkten wir zwischen dem Binnensee und der Ostsee auf dem Steinwarder. Hier entstanden in den letzten Jahren das Beach Motel, die Bretterbude und das Strand Resort Marina Heiligenhafen am Yachthafen. Als ich mit bekam, was hier alles gebaut werden sollte, war ich eher schockiert. Nun stand ich davor und es ist wunderschön geworden. Urlauber werden sich hier sicherlich wohlfühlen. Bis, ins sich treugebliebene Zentrum, ist es nur 1 km. Ins Naturschutzgebiet Graswarder geht man nur einige Minuten. Wassersportler kommen hier vollends auf ihre Kosten, denn der Strand zum Windsurfen und Kiten, sowie der Yachthafen für Segler und Sportbootfahrer liegen nahezu vor der Tür.

Wir zogen unsere Kapuzen über die Ohren und stapften durch den Sand. Das laute Wellenrauschen war wie Musik in meinen Ohren, der Wind eine Wohltat auf der Haut und der Sand unter den Füßen begrüßte mich herzlich. Wir schauten eine Weile den Kitern zu, wie sie bei 8 Grad in ihren Neos über die Wellen wirbelten, als wäre noch Sommer und das Saisonende noch in weiter Ferne.

Kormorane fliegen davon

Von der im zickzack verlaufenden Erlebnis-Seebrücke hatte ich auch schon gehört. Das Besondere an der Brücke soll auch sein, dass man das Meer und die Küste aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten kann. Man geht nicht einfach nur hin und wieder zurück, sondern Spielgeräte, Aussichtpunkte, Liege- und Sitzgelegenheiten laden zum Verweilen ein. Es gibt sogar öffentliche Toiletten und verschiedene Ebenen. Eigentlich ganz nett gemacht.

Wasserspiele auf der Seebrücke

Mit dem Naturschutzgebiet Graswarder endet diese Landzunge hier. Die Nabu kümmert sich um den Erhalt des Naturschutzgebiets und bietet in der wärmeren Jahreszeit Führungen an. Die Häuser die hier stehen, sollen übrigens teurer sein, als ein Haus auf Sylt und stehen zum Teil unter Denkmalschutz. Die Strandseite ist nicht zugänglich für Spaziergänger, aber auch mit etwas Abstand sind die Häuser hübsch anzusehen.

Strandvillen auf dem Graswarder

Nachdem wir dann doch etwas durchgefroren und hungrig waren, kehrten wir im Strandschuppen der Bretterbude ein. Auch hier war ich überrascht, wie nett es geworden ist. Nicht so durchgestylt, wie erwartet und dennoch hell, freundlich mit liebevollen, maritimen Details und frechen Sprüchen ausgestattet. Der Blick auf das Meer und die Seebrücke machen die Location zu einem beliebten Ziel hungriger Strandbesucher. Das Essen klang allerdings vielversprechender als es letztendlich war. Meine Currywurst-Pommes waren ok, der Burger von meinem Bruder war nicht empfehlenswert und langweilig. Auch die „Halloween-Kürbis-Süßkartoffel-Suppe“ hat mich nicht vom Hocker gehauen. Ich würde aber trotzdem wieder kommen, weil mir die Lage, die Location und auch das Personal sehr gefallen hat.

Hotel- Restaurant Bretterbude

Den restlichen Nachmittag haben wir unten im Keller, in der „Garage„, verbracht. Hier ist quasi die Lobby und der Empfangsbereich. Alles super mega gemütlich, mit Kicker und Rumfläzecke an einer Halfpipe. Auf einer Leinwand liefen Kindergruselfilme und alles war zu Halloween dekoriert. Man konnte sich auch gruselig schminken lassen. Die nächsten 2 Stunden hingen wir hier rum, knabberten Salzstangen, tranken Limo und guckten einen Gespensterfilm. Alles in Allem ein gelungener Tag.

Speisekarte Strandschuppen HIER

Naturkundliche Führung der NABU von Ostern bis Oktober. Infos HIER

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein: Unbezahlbar

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