#Spiel #Spielen – Bloggertreffen zur Playmobil Spielgeschichten – Sonderausstellung im Freilichtmuseum am Kiekeberg

Am Sonntag wurden Bloggerin Johanna von Stadtschwalben.com mit Ihrem Sohn und ich mit meinem Neffen vom Freilichtmuseum am Kiekeberg zu einer ganz besonderen Ausstellung eingeladen: Oliver Schaffer und seine Playmos von Playmobil sind zu Gast in den „Spielewelten“ des Museums.

Liebevoll aufgestellt auf Sand und Granulat

Playmos im Kinderzimmer

Wer kennt Sie nicht, die kleinen Kunststofffiguren, mit den runden Köpfen und den Händen zum einklicken von Gegenständen? Auch ich nenne sie meine Begleiter bei Ausflügen. Ein kleiner Pirat, ein Mädchen mit rotem Rock und noch ein paar weitere, von meinem Neffen geliehene Figuren sitzen in meinem Rucksack und warten darauf mal wieder einen Beitrag in diesem Blog mit gestalten zu dürfen.

Mein Neffe hat ca. 50 verschiedene Playmobilfiguren zuhause in seiner Spielkiste. Irgendwo habt Ihr doch auch noch die ein oder andere Playmobilfigur versteckt oder? 7,5 cm groß, immer leicht lächelnd und mit einem ganz eigenem Charakter aus unterschiedlichen Themenwelten. So sind sie aus Zirndorf bei Nürnberg nach und nach in jedem Kinderzimmer gelandet.

Oliver Schaffer und seine Playmos

So auch bei Oliver Schaffer. Als Kind begann alles mit ein paar Figuren und einem kleinen Zirkus. Sein Vater hatte ihm einen Zirkus mit Manege und kleinen Lautsprechern selbst gebaut. So konnten Olivers Playmobilfiguren lebendig werden. Warum Zirkus? Dort ist alles möglich, ganz klar, der Fantasie ist keine Grenze gesetzt. Jede Figur findet seinen Platz und kann etwas darstellen. Menschen und Tieren können mit einbezogen werden. Bevor der Musicaldarsteller und Casting Supervisor Oliver Schaffer selbst den Weg auf die Bühne fand, ließ er seine Playmos singen, tanzen, springen, stolzieren und in der Manege seines „Zirkus Oliver“ auftreten. Ein Highlight zumindest für seine Familie.

„Zirkus Oliver“ steht zur Zeit in einer anderen Ausstellung. Hier sieht man verschiedene andere Zirkuszelte.

So kam es dann irgendwann, dass der große Konzern „geobra Brandstätter Stiftung & Co. KG„, der Hersteller von Playmobil, eines Tages einen Brief vom bereits erwachsenen Oliver Schaffer und seinem Zirkus wieder fand und diesen Zirkus bei einer Ausstellung dabei haben wollte. Der Zirkus Oliver wurde daraufhin ausgekramt, Figuren vervollständigt, kleine Dixi-Klos angeschafft, die erste Ausstellung aufgebaut, wieder Spaß an den Figuren gefunden, noch mehr Playmos gekauft, geschenkt bekommen, ausgestellt, noch mehr Themenwelten entdeckt, mehr Figuren dazu bekommen und weitere Ausstellungen aufgebaut.

1000 kleine Details und Figuren

Alle mögen Playmos

So sitzen wir nun zusammen am Tisch der 28ten Playmobil-Ausstellung von Oliver Schaffer und hören uns diese Geschichte eines Sammelverrückten an, der permanent strahlt und mit leuchtenden Augen von seinem Playmowahnsinn erzählt. So schön verrückt, so schön harmlos, so schön sympathisch. Ein Mann der erzählt, er hat den tollsten Job der Welt und der seinen Urlaub damit verbringt Playmobilfiguren in ganz Deutschland aufzureihen und an Vitrinen zu stehen, um zu lauschen, was Generationen einander von Ihrer Kindheit zu erzählen haben.

Dies ist vor allen Dingen ein Beweggrund, warum sich das Kiekebergmuseum freut, Oliver und seine 5000 Playmobilfiguren hier zu haben. Mit ihrer Dauerausstellung „Spielewelten“ möchten sie Spiele der vergangenen 100 Jahre darstellen. Oma und Opa kommen so mit Ihren Enkeln ins Gespräch. Mama und Papa erfreuen sich an Spielzeug ihrer Kindheit. Alle lernen einander von einer ganz neuen Seite kennen. Spiele und ihre Figuren erfreuen einander. So ist es auch mit den kleinen Playmos in den großen Vitrinen.

Die Ausstellung war richtig gut besucht – Hier konnte ich einen kurzen Blick auf die Ausstellungsfläche von weiter oben erhaschen.

Oliver führte uns einmal durch seine Ausstellung.

Detailverliebt korrigierte er den ein oder anderen Aufsteller, ärgerte sich ein bisschen über umgeplumste Figuren, strahlte weiterhin abwechselnd uns und dann die Playmobilfiguren an, während er sich bemühte uns mit seinen Erzählungen so viel Einblick in seine Sammlung zu gewähren, wie er in der kurzen Zeit nur konnte.

Interessant, was man so erfährt, wenn man einmal so zu hören kann. Oliver Schaffer ist z.B. im Besitz der größten Playmobilreifrocksammlung, hat sich eine Conchita Wurst gebastelt und mag lieber Wilden Westen als Citylife. Die meistverkaufteste Figur ist übrigens Martin Luther. Kaum zu glauben, aber diese kleine Figur hat sogar Darth Vader und alle anderen Playmos abgehängt. Und das sogar schon vor dem jetzigen Lutherjahr.

Begehrt: Martin Luther
Eine kleine Auswahl an Damen mit Reifröcken

Die Dauerausstellung Spielewelten

Nachdem Oliver uns verabschiedet hatte, führten uns Marion Junker aus der Presseabteilung vom Museum und eine Kollegin aus dem Bereich Museumspädagogik durch die Dauerausstellung „Spielewelten“. Wir waren ja schon einmal kurz hier und ich hatte davon berichtet: HIER KLICKEN

Damit habe ich früher auch gespielt

Die beiden Damen waren sehr bemüht die Kinder mit einzubeziehen und uns gleichermaßen mit Informationen zu versorgen. Man spürt, dass den Mitarbeitern etwas an dem Museum liegt und sie sich mit dem, was präsentiert wird identifizieren. Man hört mit Freude zu und bleibt interessiert. Die Kinder konnten während wir uns unterhielten Spielsachen, wie Diabolos und kleine Bälle aus Stofffetzen ausprobieren. Dann konnten sie aus einem Sand-Leinöl-Kreide-Gemisch Ankerbausteinchen mit einer großen Presse herstellen und später mitnehmen.

Sand-Leinöl-Kalkgemisch in die Löcher füllen, Hebel drehen, feste pressen…
… und fertig sind die Anker Bausteine

Süßes zum Abschluss

Zu guter Letzt beendeten wir den Tag mit ausgiebigen Schlendern durch die Gänge des Indoorbereiches. Heute war nämlich auch noch „Süßer Sonntag“. Zucker, als Luxusgut, stand hier auf dem Programm: Zuckerwatte, Kekse, Schokolade, Lakritze, Bonschis, Stockbrot mit Nutella, Honig, Zuckerkunstwerke und noch mehr wurde hier präsentiert und verführten uns zu der einen oder anderen Nascherei. „Hast Du schon einmal soviel Süßes an einem Tag gegessen?“ fragte ich meinen Neffen. Er antwortete „Nein“ und strahlte. Tante Finja hat sich somit ein Supertantensternchen verdient. Und mein Neffe ein Superneffensternchen, weil er so gut durchgehalten hat und so lieb war.

Das Freilichtmuseum Kiekeberg ist übrigens sehr bemüht das ganze Jahr über ein schönes Programm anzubieten. „Erst wenn man im Winter, wenn es richtig kalt und ungemütlich ist, in einem der alten Häuser steht, spürt man erst so richtig, was es hieß früher gelebt zu haben.“ So erzählte Frau Junker in einem Gespräch. Dazu gibt es Indoor Thementage wie „Alles zum Brot“ oder „Heiße Genüsse“, sowie Weihnachtsmarkt und Kunsthandwerk oder Familienkonzerte. Natürlich nicht zu vergessen die Playmobil – Spielgeschichten, die noch bis Februar 2018 hier ausgestellt werden.

Volle Power – Tomb Raider, die Zahnfee, Prinzessinnen und Conchita Wurst in einer Vitrine

Ausflugstipps für Familien und Kinder in Hamburg von Stadtschwalbe Johanna HIER

Öffnungszeiten Freilichtmuseum am Kiekeberg: Montags geschlossen, Dienstag bis Freitag 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr und am Wochenende bis 18.00 Uhr – Eintritt 9,-€, besonders toll: alle unter 18 Jahre haben freien Eintritt

PLAYMOBIL – Spielgeschicht(n) Sammlung Oliver Schaffer noch zu Bestaunen bis 25.02.2018

Einen Menschen anschauen, wie er aus Freude an etwas über das ganze Gesicht strahlt – unbezahlbar

Playmobilsammler Oliver Scheffer, ich, Playmobilindianer, Johanna von Stadtschwalben.com

 

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