Herbstzeit von gestern – Freilichtmuseum am Kiekeberg

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Heute war ich mit den Kleinen im Freilichtmuseum am Kiekeberg – So war das Leben damals. Kommt an unserem Museumstag mit und seid dabei!

Das Freilichtmuseum am Kiekeberg liegt südlich von Hamburg und nicht weit weg von der Lüneburger Heide. So spiegelt sich auch das Leben der Gegend und der Bewohner aus vergangenen Tagen in den Gebäuden wieder. Gebäude und Handwerk aus der Elbmarsch und der Nordheide können hier entdeckt werden. Nicht nur Handwerk, sondern auch Industrie und Landwirtschaft von früher werden hier mit eingebunden.

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Apfelgarten

Das Freilichtmuseum betritt man durch ein altes, reetgedecktes Haus mit Bauernmarkt im Eingangsbereich. Es ist das Wagnersche Haus aus Oldershausen, welches einem Gastwirt und Höker (Händler) gehörte. Durch dieses Haus hindurch betritt man die Museumsanlage. Es ist ein bisschen wie Minimolfsee. Ich finde, da die Häuser diese Region aus vergangener Zeit darstellen, ist es ein Besuch wert, auch wenn man bereits in Molfsee gewesen ist.

Es gibt keine riesigen Unterschiede, dennoch finde ich solche Anlagen immer interessant. Jede Schulklasse musste damals (und heute auch noch) mind. einmal in das Freilichtmuseum Molfsee. Der O-Ton der Schüler und auch von mir damals lautet „langweilig“. Heute kann ich das nicht mehr nachvollziehen. Ich weiß auch gar nicht mehr, was langweilig war. Museum heute und früher kann man auch nicht mehr wirklich vergleichen, da Kinder viel mehr animiert und mit einbezogen werden. Ich denke nicht, dass wir damals spielerisch an das Leben von früher heran geführt wurden. An Eines erinnere ich mich nämlich noch: Stockbrot! Ich konnte also was fühlen und mitmachen, somit ist es in meinem Kopf geblieben.

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Freude gibt´s auch bei Schietwedder – Nimm ein Kind an die Hand und es passiert von ganz alleine

Auch unsere Kleinen hatten Spaß am Schafe, Hühner und Ferkelchen entdecken. Meinem Neffen mit 4 Jahren konnte man schon das ein oder andere zeigen und erklären. Außerdem gibt es zwischendurch Spielmöglichkeiten. Jetzt im feucht-kalten Herbst ist das natürlich nicht so spaßig, wie im Sommer. Dafür hatten wir die Anlage fast für uns alleine. Nur ein paar Mitarbeiter pflegten die Gehwege und kümmerten sich um die Tiere. Für uns war es ganz gut, dass die Anlage nicht so weitläufig ist, wie das 40 Hektar große Freilichtmuseum Molfsee. Mit kleinen Kindern in der Kälte reicht es vollkommen.

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Nissenhütte – Notunterkunft der Nachkriegszeit

Der Rundgang draußen findet sein Ende im Agrarium.

Das Wort finde ich ganz toll 🙂 In dieser Halle befindet sich eine Landwirtschafts- und Ernährungsausstellung mit Dingen von gestern, heute und morgen mit mehreren Mitmachstationen. Jetzt, wo ich den Flyer vor mir liegen habe, finde ich es ein wenig ärgerlich, dass wir diesen Teil ausgelassen haben. Ich liebe Mitmachaktionen, bei denen man an lauter Hebeln ziehen kann.

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Im Agrarium

Stattdessen hatten die Kinder riesigen Spaß auf einem Rütteltrecker.

Der Trecker war heiß begehrt. Ich glaube, die Kleinen würden immer noch da sitzen und sich durchschaukeln lassen, wenn man sie ließe. Wir Großen haben uns dann ein Stück Kuchen gegönnt und paar Kaffeeköstlichkeiten aus der Kaffeerösterei Koffietied probiert. Hier wird auch alles Koffeinfrei angeboten. Für mich und meine Umgebung ein totaler Pluspunkt, da ich sonst Abends zuviel und zu schnell rede, obwohl ich doch schlafen sollte. Der Kuchen war ok. Das Ambiente sehr gemütlich. Ich glaube, man kann das Café auch besuchen, wenn man nicht im Museum war, bin mir aber nicht ganz sicher.

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Kaffeerösterei „Koffietied“ im und Teil vom Agrarium

Dem Agrarium angeschlossen befindet sich ein Ausstellungsgebäude für Sonderausstellungen und ein Museumsladen.

Leider haben wir dies zu spät entdeckt. Die Ausstellung der Spielwelten der Nachkriegszeit bis in die 80er, hätte ich mir gerne in Ruhe angeschaut. Mein Neffe durfte noch eine Runde auf einem kleinen Karussell drehen, welches mal vor einem Geschäft in der Harburger Innenstadt stand. Eine Mitarbeiterin gewährte ihm um 10 vor 17 Uhr eine letzte Runde. Dann kamen 4 Mitarbeiter und schmissen uns raus. Sie waren alle freundlich, aber dennoch sehr direkt und daher fühlte es sich wie ein unmissverständlicher Rausschmiss an. Das fand ich nicht schön. Nach der Karussellrunde wären wir wie versprochen sowieso gegangen.

Die Sonderausstellung „Budenzauber. Weihnachtsmärkte im Wandel“ haben wir uns, durch unsere Trecker- und Kuchentrödelei, gar nicht mehr anschauen können. Um 17 Uhr schloss das Museum, was im Herbst, wenn es früh dunkel wird auch durch aus Sinn macht. Nun haben wir ein paar Gründe, um mal wieder zu kommen und bringen einfach mehr Zeit mit und verlassen pünktlich das Areal.

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Playmobilsammlung meines Neffens – ein paar durfte ich mir ausleihen, damit sie mit mir Ausflüge machen können

Noch eines muss ich zu den Spielewelten los werden. Ich bin schockiert! UND werde ALT! Ja, so muss es sein, wenn man Gegenstände aus seiner Kindheit in Vitrinen eines Museum wieder entdeckt. Die ungeschönte Wahrheit… So lange können Gameboys und Ü-Eier-Hippos doch nicht her sein oder????

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Schock! Teile der Kindheit in einer Museumsvitrine 😉

Die Dame am Ausgang war übrigens nett und hatte durch aus noch Geduld meiner Schwester ein leckeres Bauernbrot zu verkaufen. Wer mal nach Kiekeberg kommt, muss unbedingt so ein Brot mitnehmen! Ich konnte nicht einmal Aufschnitt drauf machen, weil das Brot an sich schon sooooo gut war.

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PLATSCH!!!!

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