Sonne, Strand und Bummeln – Von Falshöft bis Eckernförde

Ich beschloss meine 2 freien Tage im August in Eckernförde und Umgebung zu verbringen. Es war schönes Wetter angesagt. Da sich um Eckernförde vieles in Küstennähe befindet und ich immernoch auf Leuchtturmsuche bin, habe ich mich umso mehr gefreut bei Bekannten auch noch eine Schlafgelegenheit zu erhalten.

DSC00265

Ich begann mit einem Bummeln durch die Eckernförder Hafengegend. Dort kann man um die Fischerbötchen, Ausflugsgroßseglern, Hafenrestaurants und Segelbooten am Wasser spazieren gehen. Vom Hafen aus gehen Fußgängerzonen mit zahlreichen Geschäften ab und man erreicht in der Nähe den Strand. Der Strand ist mir zu voll und zu nah am Stadtleben. Das ist aber Geschmacksache. Immerhin ist hier alles in der Nähe. Für die ganze Familie ist etwas dabei, auch wenn die Interessen auseinander gehen. Zahlreiche Aktivitäten werden hier rund ums Wasser angeboten.

DSC00312
Fußgängerzone

DSC00304

Wer gerne bummelt und ein bisschen was Besonderes finden möchte, sollte einmal durch die St.-Nicolai-Str. schlendern. Diese ist nicht lang, aber man findet hier viel Faires von Kosmetik bis hin zu Kleidung und sogar faire PC-Games. Im „Meerwerk“ mit kleinen Besonderheiten und maritimen Unikaten bin ich hängen geblieben. Hier gibt es z.B. Buchstaben zum Aufstellen aus Schiffsplanken, maritime Siebdruckstücke und einige upcycelte Gegenstände. Mir gefielen die Siebdrucksachen von der Siebdruckmanufaktur Meike Hampel *walheimat* . Leider passte mir keines der bedruckten Bambus-T-Shirts, dafür habe ich ein bedrucktes Buch und eine Kulturtasche mitgenommen. Der nette Mann an der Kasse gab mir noch ein paar Tipps auf den Weg. Vielen Dank nochmal dafür 🙂

Als Nächstes machte ich mich auf den Weg nach Falshöft. Am Straßenrand von Pommerby entdeckte ich eine alte Telefonzelle. Irgendwie komisch, dass diese bereits retro sind. Die Telefonzelle wurde auch upcyclet und war somit gar keine Telefonzelle mehr, sondern eine „Bücherwelle“. Die Bücherwelle ist eine Art Tauschbibliothek. Die Idee ist total witzig. Wer also gerne liest und mal in die Gegend kommt, sollte ein paar gelesene Exemplare zum Eintauschen mitbringen.

DSC00381

DSC00384

Falshöft war mein nächstes Ziel, weil dort ein wunderbarer Leuchtturm steht: weiß-rot-Mayo-Ketchup-gestreift. Einige Schlösser am Eingangstor verrieten auch hier, dass sich Verliebte auf dem Leuchtturm trauen lassen können. Leider kam ich auch auf diesen Leuchtturm nicht hinauf. Das Tor war zu. Irgendwie hatte ich Pech. Leuchtturmöffnungszeiten passen nicht in mein Ausflugstiming. Ich machte also stattdessen ein paar Schritte am Strand entlang. Der Strand hier hat mir nicht so gut gefallen. Ich kann auch gar nicht richtig sagen warum.

Zum WC muss man ein wenig Laufen und es gibt keine Gastronomie. Der Strand ist schmal und irgendwie nicht schön. Auch wenn ich Naturstrände mag und Steine, Schlick etc. mir nichts ausmachen, mochte ich die Ecke einfach nicht. Wahrscheinlich ist das Naturschutzgebiet „Geltinger Birk“ zum wandern interessanter, als ein normaler Strandtag. Hier gibt es neben Gallowayrindern auch Wildpferde. Das Wetter war aber zu schön und meine Füße langsam zu müde, um wandern zu gehen. Ich entschied mich also nach einem anderen Strand ausschau zu halten.

DSC00396

Entlang der Hauptstraße bog ich am ersten „Strand“-Schild in Golsmaas ab. Der Weg führt an ein Privatgrundstück, über das man gegen Gebühr fahren und einen Parkplatz am Strand nutzen durfte. Hier war der Strand etwas schöner als der davor und ich konnte wunderbar in der Sonne ein paar Seiten in meinem Buch lesen und ein paar Möwen fotografieren. Das sind nämlich meine beiden Lieblingsstrandaktivitäten.

DSC00457

DSC00478

Irgendwann bekam ich Hunger und da es auch hier kein gastronomisches Angebot gibt, beschloss ich in der Nähe vom Leuchtturm „Schleimünde“ essen zu gehen. Dann könnte ich 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen. So war der Plan, aber die Umsetzung schlug gleich fehl. Der Leuchtturm „Schleimünde“ befindet sich in dem Naturschutzgebiet „Vogelfreistätte Oehe Schleimünde“ . Es ist daher nicht erlaubt die Gegend um den Leuchtturm zu betreten. Den Leuchtturm kann man also nur vom Wasser aus, bei Einfahrt in die Schlei, betrachten. Ich fuhr dann also in den nächsten Ort, nach Maasholm. Maasholm ist ein ganz kleiner, malerischer Fischerort am Beginn der Schlei. Ich wählte das Restaurant, welches Blick aufs Wasser bot. Hier, im Schleieck, konnte ich draußen und in der Sonne sitzen. Das Essen kam super schnell, die Bedienung war freundlich und mein Dorsch eher Durchschnitt.

DSC00492

DSC00497

Auf dem Rückweg versuchte ich auf die andere Seite der Schleimündung zu fahren, um evtl. doch noch ein Foto vom Schleimünde-Leuchtturm zu machen. In Olpenitz-Resort entsteht wohl eine Ferienanlagenstadt. Einige Häuser standen schon, der Rest war eine aufgeräumte Baustelle. Kormorane sonnten sich hier in der Abendsonne. Ganz am Ende konnte ich durch die Häuser ein Foto vom Leuchtturm machen. Sicherlich kein Vergleich mit einem Bild von See aus. Wie man aber zu den Häusern kommen konnte, an denen ich gerade vorbei fotografierte erschloss sich für mich nicht. Eine Zufahrt war abgesperrt und man musste sich an einem Wärterhäuschen anmelden um den Weg zu passieren. Da mir kein vernünftiger Grund einfiel, warum ausgerechnet ich dort lang müsste, bin ich weiter gefahren ohne zu fragen, ob ich am Ende der Straße vielleicht mein Bild machen könnte.
DSC00503

Die Abendsonne war wunderbar, also beendete ich meinen Ausflugstag in Eckernförde auf dem Petersberg. Von hieraus hat man einen wunderbaren Blick auf die Hafeneinfahrt und einige Dächer der Stadt.

DSC00508

Unterkunft in Eckernförde gesucht? Am Besten einfach mal hier schauen:

hrs_claim_flat_w_rgb

[affilinet_performance_ad size=160×600]

4 thoughts on “Sonne, Strand und Bummeln – Von Falshöft bis Eckernförde

  1. Schleimuende ist eigentlich nur per schlei-schiffahrt zu erreichen. Die nabu-vogelschuetzer machen aber wohl ab und zu auch gefuehrte Wanderungen dorthin. Warum ist der Leuchtturm aber neuerdings gruen-weiss??? Den kenne ich schon seit 1960 NUR in SCHWARZ-weiss! Tatsächlich waren wir im Juli auch erst in olpenitz und haben es aehnlich fotografiert – Wunder über Wunder! Das kleine kappeln lohnt auch einen Rundgang. Im Sommer sogar Rundfahrten mit Dampfeisenbahn, bus und Schiff!

    1. öööhmmm…. hab ich mich im Leuchtturm geirrt? Oder ist der Grün-weiße einer auf der Olpenitzseite… ? Ich muss nochmal forschen… Ich hatte leider die Schiffabfahrtszeiten verpasst, sonst hätte ich sicher mein Foto machen können. Da ich ja ein paar Segler um mich herum habe, denke ich, kommt die Gelegenheit, den Leuchtturm zu sehen noch. Ich möchte auch noch eine kleine „Landarzttour“ machen, bei Janbecks Trümmertorte essen und die Damen ausfindig machen, die aus Autoreifen Handtaschen machen. Ich komme also irgendwann wieder in die Ecke 😉

  2. Hallo,
    der Leuchtturme Schleimünde ist seit einiger Zeit tatsächlich grün-weiß und nicht mehr schwarz-weiß.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.