Pötte kieken vom Feinsten – Kiel-Wiek un Kiel-Holtenau

Aufs Wasser und auf Boote schauen ist einfach zu schön. Heute erzähle ich Euch von einem der besten Plätze, wo man das kann.

Jetzt ist der Sommer nun wirklich vorbei und wir können einen wundervollen Herbst genießen. Einen Ausflugstipp möchte ich Euch schon seid langem mitteilen. Auf meinem Hin- und Rückweg aus Eckernförde wollte ich den Holtenauer Leuchtturm fotografieren. Kiel an sich ist nun nicht die schönste Stadt. Verglichen mit Städten wie Lübeck oder Hamburg ist sie geradezu hässlich. Kiel hat große Schäden im Krieg davon getragen und was dann an Gebäuden hochgezogen wurde, war quadratisch und weniger bezaubernd.

Bestes Beispiel ist das „Kieler Schloss“. Märchenhaft ist rein optisch was ganz anderes. Ich habe eine zeitlang Freunde in Kiel gehabt und kenne daher ein paar Ecken. Ich mag Kiel. Die Stadt ist jung und lebendig. Es gibt viele nette Kneipen und Restaurants. Die Wege sind nicht so weit, weil man immer gut durch kommt. Highlight des Jahres und nahezu Pflichtprogramm für alle hier im Norden, ist natürlich das große Segelspektakel „Kieler Woche“ mit unzähligen Fressbuden, Livemusik, Kleinkünstlern und allerlei Partyspaß. Was den meisten zu Kiel sicher auch einfällt, sind die Fähren, die in die verschiedenen Ostseeländer fahren. Wir haben selbst 2 Kurztrips mit der Colorline nach Oslo im Winter gemacht.

 

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Nun hatte ich ja wieder meine „Leuchtturm“-Mission. Ich bin einfach vorm Nord-Ostsee-Kanal abgebogen und habe im Stadtteil Wiek einen guten Blick auf den Holtenauer Leuchtturm auf der anderen Seite gesucht. Immer, wenn ich Nord-Ostsee-Kanal sagen möchte, muss ich mich konzentrieren, um nicht Nord-Ostsee-Karl zu sagen. Mein Gehirn ist manchmal so ein Schelm!

Diese Ecke von Kiel war mir total fremd und ich war etwas überrascht, dass ich zur Schleuse kam.

Dort war ein Parkplatz. Am Kassenautomaten und einigen Schautafeln vorbei, konnte man von einer Plattform aus den hin- und hergeschleusten Booten zuschauen. Hier stoppt sogar den Hopp-on-and-off-Bus. Nur ich kannte diese Ecke bisher gar nicht. Von der Aussichtsplattform konnte man direkt in die Schleuse schauen. Es wartete gerade ein Frachter aus Panama auf seine Weiterfahrt in die Kieler Förde. Hier konnte ich morgens meinen Kaffee trinken und dem Treiben zuschauen. Alles verlief langsam, großes Treiben gab es also nicht, nur ein paar Schaulustige. Auf einer Schautafel waren sogar die Termine der Kreuzfahrtschiffe aufgelistet. Heute kommt kein Kreuzfahrtschiff mehr.

Um Informationen hier kümmert sich der Verein „Maritimes Viertel“. Der ehrenamtliche geführte Verein bemüht sich um touristische Attraktivität der Region Kiel-Wik und Kiel-Holtenau.

 

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Blick von der Schleuse zur Brücke über den NOK

 

Ich bin dann durch das ruhige Industriegebiet spaziert. Hier werden sicherlich auf Folgen vom Kieler Tatort gedreht, dachte ich so bei mir. Am Anfang der Einfahrt zum NOK hatte ich dann den besten Blick auf die warteten Segelboote vor der Schleuse und den Leuchtturm. Hier gibt es auch ein Café. An dieser Stelle kann man eine ganze Weile sitzen bleiben und einfach nur dem bunten hin und her auf dem Wasser zuschauen.

 

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Auf meinem weiteren Weg habe ich am nächsten Parkplatz vor der Brücke über den NOK gehalten. Von hieraus konnte ich zu Fuß über die Brücke gehen. Bzw zumindest bis zur Mitte um auf die NOK-Einfahrt von der Kieler Förde aus und die Schleuse zu schauen. Die Autos hinter einem sind natürlich sehr laut und ein lauschiges Plätzchen ist es hier nicht. Trotzdem ist es mal spannend in Ruhe hinunter zu schauen, als immer nur vorbei zu fahren. Das wollte ich schon immer mal machen und habe es nie getan.

 

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Abends genoss ich mein Abendbrot in der Hafenwirtschaft in Holtenau.

Das Wetter war traumhaft. Alle waren draußen unterwegs und gingen hier spazieren. Ich kam gerade aus Strande und hatte Hunger. In jedem Restaurant dsc00799sah ich fast die gleichen Speisekarten. Ich hatte keine Lust für 0-8-15 zu bezahlen, daher bin ich weiter nach Holtenau gefahren. Hier hat die Hafenwirtschaft Ihre Plätze um einige Sitzgelegenheiten am Wasser ergänzt. Das Restaurant ist schon etwas gehobener. Wer aber, wie ich gerade, keinen Einheitsfisch wollte, der musste dann wohl auch ein wenig mehr ausgeben. Hier die Speisekarte der Hafenwirtschaft. Ich hatte übrigens die Holsteiner Fischplatte und Blick auf einen gerade anlegenden Großsegler. Es war so schön, dass ich es kaum fassen konnte. Diese Ecke von Kiel sollte man unbedingt mal aufsuchen. Goot Eten un Pötte kieken. Ein Tag am Meer kann so am Besten ausklingen.

 

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